Sonntag, 11. August 2013

Review: Life on Mars

"My name is Sam Tyler. I had an accident, and I woke up in 1973. Am I mad, in a coma, or back in time? Whatever's happened, it's like I've landed on a different planet. Now, maybe if I can work out the reason, I can get home."

Während der Jagd auf einen Serienmörder, der auch seine Partnerin in seiner Gewalt hat, hat Polizist Sam Tyler (John Simm, Doctor Who) einen Autounfall. Als er jedoch wieder aufwacht, befindet er sich nicht etwa in einem Krankenwagen oder einem Bett sondern im Jahr 1973. Doch was ist passiert? Ist er gestorben, verrückt geworden, liegt er im Koma oder ist er etwa wirklich durch die Zeit gereist?

 

Zurück im Polizeirevier erwarten ihn bereits der "Sheriff der Stadt", Detective Chief Inspector Gene Hunt (Philip Glenister) und seine Abteilung. Zu dieser gehören der unsichere Detective Constable Chris Skelton, der raue Detective Sergeant Ray Carling. Zusätzlich verstärkt Woman Police Constable Annie Cartwright die Truppe, die außerdem als einzige Sams Geschichte kennt und ihm zur Seite steht. Trotz des anfänglichen Schocks versucht Sam seine Kollegen zusammenzuraufen um Verbrechen aufzuklären und natürlich auch herauszufinden was eigentlich vorgeht. 

Immer wieder hört Sam Stimmen aus Radios, Funkgeräten und Fernsehern, die seinen Gesundheitszustand diskutieren, weshalb er vermutet dass er im Koma liegt. Darum versucht er zu verstehen was er tun muss um aufzuwachen. Außerdem hat Sam auch kurze Flashbacks, in denen er sich bruchstückhaft an einen Vorfall aus seiner Kindheit erinnert. 

Diese und die Frage was genau Sam zugestoßen ist sind ein zentrales Thema der Serie, die sich durch ihre gut geschriebenen Charaktere und das Siebzigerjahre-Flair auszeichnet. Von den Koteletten über die Autos bis hin zur Musik, bei Life on Mars passt einfach alles. Der Titel der Serie kommt übrigens vom gleichnamigen Song von David Bowie. Es empfiehlt sich auch, die Serie im Originalton anzusehen, denn so kommt die Britishness noch besser rüber. Da Life on Mars in Manchester spielt, sprechen die Charaktere außerdem den unglaublich cool klingenden Manc-Dialekt, der durch die deutsche Synchronisation logischerweise verloren geht. 

Ein weiterer Punkt, der die Originalfassung der deutschen Version überlegen macht ist, dass die BBC für die Veröffentlichung hierzulande eine "internationale Bearbeitung" vorgenommen hat. Das bedeutet leider nichts anderes als dass zu "britische" Szenen herausgeschnitten wurden. So entgehen dem deutschen Zuschauer leider einige gute Witze, aber auch Schlüsselszenen die zur Handlung beitragen. 

Auch wenn die Geschichte von Life on Mars bereits nach zwei Staffeln endet, gibt es für Fans der Serie eine gute Nachricht. In der Nachfolgeserie Ashes to Ashes, die sich um die Polizistin Alex Drake dreht, wird die Geschichte um die Abteilung von Gene Hunt in den Achtzigern fortgesetzt und die gesamte Handlung auflöst. Ein unüblicher Schritt für eine Serie, wirklich alles zu erklären (da hätte sich Lost mal 'ne Scheibe abschneiden können!), der aber wunderbar aufgeht. 

Life on Mars ist eine geniale Serie mit packender Story, vielschichtigen Charakteren und einer einzigartigen Atmosphäre, die es wohl nur in den Siebzigern gab. ;) Ganz klare Empfehlung von meiner Seite!

Euer Wölle

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen