Mittwoch, 10. Juli 2013

Review: Battle Royale

Hallo liebe Leser! Heute präsentiere ich euch meine Review zum Film Battle Royale von Regisseur Kinji Fukasaku aus dem Jahr 2001.



Der Film spielt in einem militaristischen Japan der Zukunft. Jedes Jahr wird eine Schulklasse in ein von der Außenwelt isoliertes Gebiet gebracht. Die Schüler erhalten Proviant und eine zufällige Waffe. Danach startet das Battle Royale. Ziel dieses Spiels ist es, alle anderen Teilnehmer zu töten. Nur der letzte Überlebende ist frei und darf wieder nach Hause.

Die Hauptfigur von Battle Royale heißt Shuya Nanahara. Er und die 41 anderen Schüler seiner Klasse werden auf einer einsamen Insel zum Battle Royale gezwungen. Shuya will jedoch niemanden töten und entschließt sich, einen Fluchtweg aus dem Spiel zu suchen. Bald schließen sich ihm auch seine Freundin Noriko und der mürrische Austauschschüler Kawada an. Die meisten anderen Schüler dagegen lassen sich auf das Spiel auf Leben und Tod ein.
Wenn ihr jetzt die Geschichte gelesen habt und euch denkt "Hey, das ist ja von Die Tribute von Panem geklaut!", dann geht in die Ecke und schämt euch. Ebenso wie Panem hat Battle Royale eine Romanvorlage die bereits 1999 erschien, aber außerhalb Japans nie große Bekanntheit erlangte.

Der Film ist, wie ihr euch sicher denken könnt, ziemlich brutal. Dabei verkommt er jedoch nie zum reinen Gore-Movie, sondern die Gewalt unterstützt immer die Story, die wendungsreich und bis zum Schluss spannend inszeniert ist. Die Protagonisten von Battle Royale besitzen viel Tiefe, was es leicht macht sich in sie hineinzuversetzen. Die herbe Sozialkritik des Films und die Vorstellung selbst in so ein System hineingeraten zu können, regen noch weiter zum Nachdenken an.

Die darstellerische Leistung ist bei allen Hauptfiguren gelungen, besonders positiv hervorheben muss man Takeshi Kitano (in Europa bekannt für künstlerisch wertvolle Filme wie Zatoichi, in Japan dagegen bekannt für witziges Trash-TV wie Takeshi's Castle) welcher der Klassenlehrer und Veranstalter des Battle Royale darstellt und meinen persönlichen Favoriten Masanobu Ando als Soziopath und Antagonist Kiriyama.

Bei aller Liebe gibt es bei Battle Royale aber auch einige Störfaktoren. Da der Film in seiner längsten Fassung etwa 2 Stunden lang geht, bleibt nicht genug Zeit um die Geschichte von jedem der 42 Schüler zu erzählen. Die meisten bleiben dadurch sehr blass oder werden einfach zu Schießbudenfiguren degradiert. Die Technik des Films wirkt um einiges älter als der Film tatsächlich ist, was wohl auf das Budget von ca. 4,5 Millionen Dollar zurückzuführen ist. Die deutsche Synchronisation ist im großen und ganzen okay, allerdings gibt es stellenweise Übersetzungsfehler, bei denen Teile der Story verloren gehen und Logiklöcher entstehen.
Ich bin ein großer Fan von Battle Royale, sowohl von der Buchvorlage und dem Manga als auch dem Film. Japan-Fans und Freunde des guten Actionkinos sollten den Film auf jeden Fall gesehen haben!

Euer Juli

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