Sonntag, 14. Juli 2013

Review: Alühn - Das Premium Adventurener




Krefeld, ein Dorf irgendwo in Europa. Es ist Sonntag und den Kumpels Kai und Loreng wird es langweilig. Was gibt es da besseres als eine Runde Mariokart und Bier bei Freund Ben? Doch da tut sich schon das nächste Problem auf: Ben hat kein Bier mehr da! Was kann man denn da tun an einem Sonntag? Wie wäre es denn mit der Tankstelle? Erstmal müsste Loreng halt seine EC-Karte finden.



So beginnt die Geschichte des klassischen Point & Click Adventures Alühn, das im Jahr 2006 für den PC erschienen ist. Was sich jetzt noch anhört wie ein relativ normales Wochenende entwickelt sich mit der Zeit zu einem skurrilen Abenteuer. Nachdem im ersten Akt der Bierdurst getilgt wurde, rufen die Freunde in zweiten ihren Spieler 4 an. Doch Anthony AKA "der Neger" steckt in einer Zeitschleife fest, die durch einen mutierten Schimmelpilz in seiner Bude hervorgerufen wird. Hätte er besser mal öfter geputzt!^^ In Akt 3 brauchen die Jungs Trinknachschub. Da Ben noch gar nichts gemacht hat, wird er losgeschickt um was zu besorgen. Doch draußen muss in einem Extrablatt erfahren dass sämtlicher Schnaps von der Regierung verboten wurde! Da bleibt ja nur noch eine Möglichkeit: Selber brennen! Im letzten Akt erreicht das Spiel seinen Höhepunkt: Während die Jungs halbkomätös vor dem Fernseher liegen verkündet ein Nachrichtensprecher, dass ein riesiger Meteor auf Krefeld zurast. Da die Jungs gerne noch irgendwann ihren Rausch ausschlafen wollen, müssen sie eben mal die Welt retten. Oder halt eben Krefeld.



Alühn ist eine Hommage an die alten Lucas Arts Spiele wie die Monkey Island-Reihe oder Day of the Tentacle. Die Dialoge und Figuren sind genial witzig. An jeder Ecke Anspielungen auf andere Games wie Final Fantasy oder Duke Nukem. Die Rätsel sind knackig und man muss wirklich nachdenken um sie zu lösen. Das Spiel steuert sich über eine Art Scumm Bar, eine Leiste mit Verben wie "nehmen", "geben" oder "ansehen". Um weiterzukommen muss man die Umgebung genau ansehen und den Charakteren im Spiel gut zuhören. So bekommt man immer die nötigen Hinweise. Über eine Weltkarte kann man auswählen, welches der verschiedenen Gebiete man aufsuchen will.



Die Grafik des Spiels ist nicht schlecht, auch wenn die Animationen stellenweise hakelig sind. Der Sound ist echt prima. Die Musik ist teilweise aus alten Super Nintendo-Spielen entnommen, es gibt aber auch selbst komponierte Tracks. Der Soundtrack von Daniel Laufer ist immer passend und echt cool. Besonders das Titellied ist ein echter Ohrwurm und bleibt auch nach dem Spielen noch lange im Kopf. Alle Dialoge in Alühn sind übrigens vertont. Die Synchronisation verstärkt den Witz der Dialoge noch weiter.



Wie ihr sicher bemerkt habt, ist Alühn kein gewöhnliches Spiel. Das liegt auch daran, dass es ein Fan-Adventure ist. Die Freunde Benjamin "Ben" Maas, Kevin "Loreng" Lawrence, Kai Schubert und Anthony Hansen haben es selbst erstellt. Sieselbst sind Fans von Spielen wie Monkey Island und Zack McKracken und wollten diesem Genre Tribut zollen. Alühn wurde von der Fachpresse und in Foren gelobt und bereits im fünfstelligen Bereich heruntergeladen. Nach vier Jahren Entwicklungzeit erschien 2010 endlich die Fortsetzung Alühn 2 - Mit zu trinken, der mindestens genauso gut wie der Erstling ist.



Ich persönlich empfehle Alühn jedem Spieler der einen PC besitzt, irgendetwas für Adventures übrig hat und mal wieder ordentlich lachen will. Das Spiel ist kostenlos und kann auf der offiziellen Seite heruntergeladen werden. Alühn ist eines der Spiele, die mich als Spieler geprägt haben, so wie es Lord of the Weed als Film getan hat. Es ist definitiv einer meiner Lieblings-PC-Titel.

Hier geht's zum Download von Alühn!

Euer Wölle

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