Sonntag, 9. Juni 2013

Xbox One: Neues zu Gebrauchtspielen, Onlinezwang und Kinect

Microsoft hat einige neue Details zu den Streitfragen um gebrauchte Spiele, Onlinezwang und Kinectzwang bekanntgegeben. 

Hier könnt ihr die Originalmeldung lesen, ich werde das ganze aber auch ein bisschen zusammenfassen und interpretieren.

Microsoft geht davon aus dass jeder zukünftige Xbox One-Besitzer eine Breitbandverbindung besitzt. Es wird eine Übertragungsrate von 1,5 Mbps empfohlen. Updates und ähnliches werden im Hintergrund geladen um Wartezeiten zu verkürzen. Die Xbox One muss zwar keine dauernde Internetverbindung haben, braucht aber mindestens alle 24 Stunden eine Verbindung, ansonsten kann man nicht spielen (TV und Filme sind weiterhin möglich). Solltet ihr mit eurem Account auf einer fremden Xbox spielen, wird sogar jede Stunde eine Internetverbindung verlangt. 

Spiele werden digital und auf Disc veröffentlicht. Die Disc dient allerdings nur zur Installation und Bindung an Konsole und Account. Danach ist das Spiel in der Cloud und kann, wenn man sich mit seinem Account einloggt, auch auf andere Konsolen heruntergeladen werden. Auf der eigenen Konsole kann jeder ein Spiel spielen, unabhängig vom Account. Es können bis zu zehn Familienmitglieder auf die eigene Spielesammlung von überall her zugreifen. Wie das funktioniert und wie "Familie" definiert ist, ist noch nicht bekannt. Außerdem stellt sich hier die Frage wieviele Familienmitglieder dasselbe Spiel gleichzeitig spielen dürfen. 

Discversionen können bei lizensierten Händlern weiterverkauft werden. Microsoft verlangt dafür keine fixe Gebühr.  Man kann einem Freund ein Spiel "geben". Dazu muss der Freund allerdings mindestens 30 Tage auf der Freundesliste sein. Außerdem ist das pro Spiel nur ein Mal möglich. Unklar ist hier, ob dies pro Disc oder pro Person gilt und was genau in diesem Fall die Definition von "geben" ist. Microsoft wird diese Option erlauben, andere Publisher müssen selbst entscheiden wie sie dies handhaben. Zum Konsolenstart sind "leihen" und "mieten" noch nicht vorgesehen. 

Kinect wird konfigurierbar sein, so dass man das "Xbox on!"-Kommando deaktivieren und so das immer offene Mikrofon ausschalten kann. Außerdem wird die Konsole auch normal mit dem Controller bedienbar sein. Unterhaltungen werden nicht aufgenommen und hochgeladen. Persönliche Daten werden nur mit Zustimmung übertragen und verwendet.

Puh. Jetzt ist es also amtlich. Microsoft tötet den Privatverkauf. Na wenigstens werden wir nur bespannt, wenn wir unser Einverständnis geben^^ Mal sehen ob sich die Konsolenspieler diese Steam-ähnlichen DRM-Maßnahmen gefallen lassen werden. Wenn Sony auf solche Maßnahmen verzichtet, könnte das der PS4 einen klaren Vorteil verschaffen. Außerdem, was tun wir wenn unser Internet mal für einen Tag abschmiert? Oder wenn wir umziehen und auf den neuen DSL-Anschluss warten müssen? Dann haben wir einen schönen XKlotz...aber immerhin können wir ja damit noch fernsehen ;) Hoffentlich bringt die E3 Konferenz ein paar schönere Neuigkeiten mit sich.

Euer Wölle


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