Montag, 20. Mai 2013

Review: 999 - Nine Persons, Nine Hours, Nine Doors (Nintendo DS)


Hinweis: Ich verwurste hier einen Artikel aus einem älteren Blog von mir, weil er mir als Einstieg passend und lesenswert erscheint. Viel Spaß :)

Der Student Junpei wird in seiner Wohnung von einem maskierten Unbekannten überfallen und betäubt. Später wacht er in einem unbekannten Raum auf wo ihm bewusst wird, dass er sich an Bord eines Schiffs befindet. Plötzlich zerbricht das Bullauge und Wasser strömt herein. Verzweifelt rennt Junpei zur Tür und bemerkt eine große 5 darauf, welche mit Blut geschrieben ist. Doch die Tür ist verschlossen. Ein Kartenleser am Schloss ist das einzige Indiz. Er durchsucht den Raum, findet die passenden Schlüsselkarten und in letzter Sekunde geht die Tür auf.

In der Lobby des Schiffs trifft Junpei auf acht andere Personen, die scheinbar auch Opfer des mysteriösen Maskierten geworden sind. Dieser meldet nun sich per Lautsprecher zu Wort und erklärt den neun Geiseln, dass sie an seinem Spiel teilnehmen werden. Ziel dieses „Nonary Game“ ist es, zu überleben. Es gibt neun markierte Türen, die nur in Teams durchschritten werden können. Zuletzt offenbart der Entführer, der sich selbst „Zero“ nennt, dass das Schiff in 9 Stunden sinken wird. Das Setting gefällt mir sehr gut, ein bisschen hat man sich wohl von „Saw“ inspirieren lassen ;) .      

Das Spiel bezeichnet sich selbst als „Visual Novel“, und das völlig zu Recht. 60% des Spiel ist Text, 40% machen Rätsel aus, wie man sie von Point&Click-Adventures kennt. Die Dialoge sind dabei nie langatmig sondern immer intelligent und sorgen für eine unglaubliche Stimmung.  Diese ist einfach einzigartig. Man kann den Druck förmlich spüren, wenn es um Leben und Tod der 9 Menschen geht. Man kann nie sicher sein wem man trauen kann und es herrscht Spannung pur. 

Das wichtigste Element des Spiels sind die Türen. Diese können von mindestens 3 und maximal 5 Personen geöffnet werden wenn ihre digitale Wurzel passt. Jeder Passagier besitzt ein Armband das eine Ziffer zeigt. Beginnend von der Einerstelle aus zieht man die Zahlen zusammen bis nur noch eine Ziffer bleibt. Ist die Ziffer identisch mit der auf der Tür öffnet sich diese. Manchmal gibt es die Möglichkeit sich zwischen zwei Türen zu entscheiden. Dabei sollte man immer bedenken dass Gruppenmitglieder möglicherweise zurückgelassen werden müssen, weil sonst die digitale Wurzel nicht passt. 
Das eröffnet gleich das letzte Ass im Ärmel von „Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors“: Mehrere Enden! Je nachdem welchen Weg man wählt kann man bis zu 6 verschiedene Enden freischalten. Entscheidet man sich richtig geht alles gut und alle kommen heil aus dem Schlamassel raus, im schlimmsten Fall jedoch sterben Menschen. 

Ich empfehle das Spiel allen Fans von Adventures, aber auch Casualgamern die gerne Krimis oder Thriller lesen. Es ist einfach ein einzigartiges Meisterwerk wie man es noch nie gesehen hat.

Anfang 2013 ist die nicht weniger geniale Fortsetzung "Virtue's Last Reward" für den Nintendo 3DS und die Playstation Vita erschienen. 



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